Workshop 2016-06

Datum: 11.06.2016

Ort: Vereinsheim des Tauchclub Stuttgart (Google Maps)

Bericht: Bericht von Olli Dürrschmidt/Bilder Bernd Dutschmann

MADNESS (deluxe) 2016

Unter dem inoffiziellen Titel MADNESS

(Microsoft-Access-Developer Network Event Stuttgart Southgermany)

hatten wir nun zum 8. Mal zu unserem jährlichen Workshop geladen und dafür auf unser Juni-Treffen verzichtet. Diesmal war es gleichzeitig auch der 200. Stammtisch unserer illustren Runde.

Und es wurde sogar ein MADNESS-deluxe.

31 Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Österreich und Bayern J fanden sich im kleinen aber feinen Vereinsheim des Tauchclub Stuttgart zu einem ganztägigen Event ein. Auf dem Programm standen neben Referenten aus den eigenen Reihen des Stammtisches auch Carsten Humm (Microsoft MVP für Microsoft, Pforzheim) Azure & Windows Development), Chris Jüngling (Software-Developer, Kassel) sowie DIE Institution der deutschsprachigen Access-Community (Karl Donaubauer, Wien).

Noch einmal die bisherige, geplante Agenda2016 und was daraus wurde.

Trotz professioneller Organisation und hochwertigem Programm sind wir jedoch unseren Prinzipien treu geblieben. Es wird improvisiert, chaotisiert und trotzdem läuft es und alle haben Spaß. Jeder hilft mit und alles ist möglich.

Um 08:40 traf ich am Clubheim ein, wohlwissend noch gut 1 ½ Stunden Zeit zu haben, den Raum vom Clubabend am Vorabend zu richten und den ersten Kaffee aufzusetzen. Schon beim Ausladen des Wagens dann die Erkenntnis „Die Butter fehlt“. Und das im Schwabenland. Eine Brezel ohne Butter ist ein Fauxpas, den sich ein „Nei‘gschmeckter“ wie ich nicht leisten sollte. Also Thomas angerufen, er soll auf der Anfahrt Butter kaufen. Plötzlich war mein Butter-Problem aber das kleinste Problem. Er hatte kurz zuvor den Anruf erhalten, dass Karl noch auf dem Wiener Airport festsitzt und umbuchen muss. Ankunft offen.

In der Zeit in der sich Thomas also um eine Umstellung der Agenda bemühte und Butter organsierte räumten wir (Danke an die Kollegen aus München und Karl-Heinz) einmal alles ein, machten Kaffee und stellten den Raum um.

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Pünktlich um 09:00 hatten alle ausreichend Kaffee und Brezeln (mit Butter !!!) zur Stärkung, einen Sitzplatz und Thomas eine überarbeite Agenda mit einer Zusage von Karl für den Nachmittag. Nach einer kurzen Begrüßung und einer kleinen Einführung zu Ablauf und Aussichten für den Tag konnten wir pünktlich um 09:14 an Uwe und seinen Vortrag übergeben.

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Die Gute Fee für Kaffee, Brezel udn andere Erfrischungen

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Uwe zeigte uns anhand seiner Büro-Verwaltungs-Software, wie er Updates seiner Standard-Software beim Kunden automatisch ausrollt und dabei Pakete je nach Kunden anbietet, seine Änderungen versioniert und den Überblick behält.

Mit seinem Update-System stellt er jedem seiner Kunden innerhalb einer Stunde nach Fertigstellung einer Änderung/Erweiterung diese auf dem Kunden-Client zur Verfügung. Auch Unterstützung mittels eingebautem TeamViewer-Modul und ähnliche Funktionen runden sein Support-Konzept hab

Einfach, wenn man es einmal gesehen hat. Aber die Überlegungen dorthin…

Sicherlich ein Vortrag, der dem einen oder anderen Entwickler unserer Runde eine Anregung für zukünftige Projekte gegeben hat.

Foliensatz: AccessProjekte verwalten

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11:15 pünktlich, frisch gestärkt mit Kaffee und Nikotin betrat Dirk „die Bühne“.

In Portland vor einem Jahr auf der Access-Entwickler-Konferenz geboren präsentierte er nun seine Erfahrungen mit Alpha Anywhere und Access.

Da Access ihm als Tool sehr schnell und flexibel als Lösung im Backend-Bereich dient, suchte Dirk schon lange nach einer Lösung für die Web-Welt. Sein Versuch des letzten Jahres mit Lightswitch war hier nicht zielführend für größere oder individuellere Lösungen.

Den erstaunten Publikum zeigte Dirk nun anhand der Kunden-Tabelle aus der Nordwind-Datenbank, wie man diese innerhalb kürzester Zeit online in einer Mobile-App mit Anbindung an Google-Maps verfügbar macht  und diese auf allen mobilen OS lauffähig wird und dabei eine akzeptable GUI nutzt.

Das Interesse der Zuhörer wuchs und einige sahen sich bereits mit Ihren Datenbanken zukünftig in den entsprechenden App-Stores vertreten, bis Dirk die Lizenzkosten präsentierte.

Wer jedoch tatsächlich mit einer Datenbank professionell im Web oder auf einer App vertreten sein will, ist hier trotz des Preises sicherlich gut beraten.

Folien folgen

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Improvisiert sprang Hannes Buschmann nun und zeigte uns anhand einiger Freihand-Zeichungen, wie seine Schulverwaltungs-Software ein Update auf den Clients erhält. Ein einfacher, aber sehr guter Ansatz udn von der Länge genau richtig asl Überbrückung zum Mittagessen.

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Synchron zum Abschluss-Applaus für diesen Vortrag öffnete sich die Tür vom Lieferwagen des Caterers mit dem Mittagessen (geliefert von unserem Stammwirt) zur Stärkung. Dieser nahm den Applaus allerdings nicht persönlich.

Bei einer reichhaltigen Auswahl mit Schnitzel, Käs-Spätzle, Kartoffelgratin, gerösteten Maultaschen und dem ersten Hefeweizen wurde diskutiert und sich fachlich ausgetauscht, bevor es im Anschluss in die nächsten Vorträge ging.

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Frisch gestärkt ging es in die nächste Runde. In 45 min von 0 auf Python

Auch wenn Christoph ein sehr ausgefallenes Code-Beispiel gewählt hatte, wurde deutlich, dass Python etwas Anderes ist als VB, VBA oder eine andere Sprache. Sie ist sehr einfach angelegt, kommt mir wenig Code aus und ist gut verständlich aufgebaut. Gerade im Bereich Daten-Manipulation etc. sollte man sich hier Gedanken einer Nutzung machen, um ein Python-Skript aus seiner Datenbank aufzurufen.

Von 0 auf Panik ging es hingegen auf halber Vortragstrecke bei Thomas und mir. Unser nachfolgender Referent meldete sich von unterwegs, dass er in einen Unfall verwickelt ist und erst einmal zum Arzt muss. Karl war mittlerweile endlich in Stuttgart gelandet, aber brauchte auch noch eine Weile. Also Freestyle weiter.

Foliensatz: von 0 auf Python

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Während einer etwas längeren Pause berieten Thomas und ich uns zu einer Alternative. Nachdem Emilia mich bereits beim Essen kurz angesprochen hatte und auch so immer wieder kurze Fragen zu dem Thema aufkamen, starteten wir einen Spontanvortrag zur kommenden Datenschutz-Grundverordnung. Keine Folien, kein Skript nur die vorgabe von Thomas, bei Ankunft von Karl kurzfristig abbrechen zu können.

Die Fragen der Teilnehmer zu den angesprochenen Stichpunkten zeigte zumindest, dass es nicht ganz am Publikum vorbei ging. Sobald ich mich selbst mit der neuen EU Datenschutz GV intensiver befasst habe, werde ich wohl mal einen separaten Vortrag an einem unserer Donnerstage machen.

Wer es nicht abwarten kann, dem sei hier schon einmal das offizielle Textstück ans Herz gelegt.

EU DS-GV

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Die Gründerväter. Nach 200 Treffen immer noch vereint

Mit einer Mischung aus österreichischer Gelassenheit und Charme und Humor begann Karl seinen Vortrag. Mit einfachen Wegen zu mehr Effektivität, strukturierter Arbeitsweise und allgemeinen Tipps für die Entwickler startete er seinen Vortrag.

Trotz seiner humorigen Art sank bei mir und Thomas kurzzeitig der Spaßfaktor. Carsten sagte nach seinem Unfall nun endgültig gesundheitsbedingt ab. Auf diesem Wege gute Besserung an Ihn und wir hoffen, wir können seinen Vortrag bald im Rahmen eines Stammtisches nachholen.

Karl bekam von dem nichts mit und zog selbst die altgedienten Entwickler unseres Stammtisches in seinen Bann. Seine Art, Datenbanken zu vereinheitlichen, um das Rad nicht bei jedem Auftrag neu erfinden zu müssen und Anforderungen nur mit Bord-Mitteln zu realisieren, ist genial.

Das lachende Kopfschütteln von Thomas an einigen Stellen interpretiere ich so, dass auch er einiges dazu gelernt hat, wie man es einfach(er) machen kann.

Karls Zitat zu seiner eigenen Struktur, die im Nachgang viel Zeit erspart:

„Es braucht ein paar Jahre, bis man sich die primitivsten Dinge zusammenreimt“.

Foliensatz: BestPractices

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Bedingt durch die massive Umstellung der Agenda auf die aktuellen Ereignisse kam das Ende dieses Jahr nicht ganz so pünktlich zu Stande. Mit einer kurzen Aussicht auf die Zukunft des Stammtisches und einer kleinen Verlosung ließen wir den offiziellen Teil ausklingen. Hier danken wir vor allem Microsoft Deutschland und Thomas Möller für die reichlichen Sachspenden. Somit konnte jeder zumindest mit einem kleinen „Andenken“ den Heimweg antreten.

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Lauter tolle Preise

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Ebenfalls eine feste Größe beim jährlichen Workshop stellt mittlerweile das abendliche ComeTogether dar, bei dem wir bei Pizza vom Lieferdienst und dem einen oder anderen Hefeweizen den Tag Revue passieren lassen, fachliche Diskussionen vertiefen oder einfach so ein wenig austauschen. Durch jahrelange Stammtisch-Treffen haben sich hier mittlerweile neben Geschäftsverbindungen auch engere Freundschaften gebildet, die gepflegt sein wollen.

Leider spielte in diesem Jahr erstmals Petrus nicht mit, so dass wir im Gegensatz zu den letzten Jahren nicht die sonnige Terrasse nutzen konnten, sondern unter Hausarrest standen.

Aber machen wir das Beste daraus. Pizza ordern, den Biervorrat minimieren (das spart mir Morgen die Schlepperei) und fachsimpeln bis zum Ende ohne  an ein Aufstehen am Morgend anach denken zu müssen.

Stefan und ich bleiben sogar über Nacht um Morgen den Crashkurs 2016-Agenda zu leiten.

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Es ist vorbereitet. Die "Schüler" können kommen

Erstmalig zum Workshop boten wir am Folgetag einen „Crash-Kurs“ für Anfänger an. Nachdem schon häufiger Access-Newbies den Weg zu unserem monatlichen Treffen gefunden hatten, diesen aber aufgrund der fachlichen Präsenz schnell wieder mieden und immer wieder Gäste unseres Stammlokales fragten, was wir da im Hinterzimmer mit den ganzen Rechnern treiben, wollten wir hiermit neue Interessenten für das Thema gewinnen.

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Fast wie bei professionellen Schulungen

Mit 6 Teilnehmern unterschiedlicher Vorkenntnisse starteten wir an diesem Morgen zu einem Spontan-Kurs. Aufgrund der Teilnehmerzahl hatten wir uns im Vorfeld dazu entschlossen, auf ein Skript oder gar aufwändige Folien zu verzichten und stattdessen auf die Teilnehmer einzugehen. Geplantes Ziel war, die Kenntnisse und Probleme abzufragen, danach die Teilnehmer annähernd auf einen gleichen Stand zu bringen, dabei Tücken und häufige Anfängerfehler aufzuzeigen und im Nachgang ein BestPractise zu vermitteln. Zusammen mit Hinweisen zu weiterführenden Quellen sollten die Teilnehmer somit in einen Zustand versetz werden, das Wissen alleine weiter zu vertiefen oder den Anschluss an unsere Stammtischrunde zu finden.

Von 10:30-15:30 (unterbrochen von nur kurzen Zigarettenpausen in denen aber weiter diskutiert wurde) zeigten wir einen kleinen Einstieg anhand einer Kundendatenbank nit rudimentären Funktionen. Es reichte jedoch den Unterschied zwischen Excel und einer „Datenbank“ mit den Vorzügen von Tabellenbeziehungen, einfach zu generierenden Menüführungen und ansehnlichen Berichten zu vermitteln. Der eine oder andere wird sich nun hoffentlich auch Donnerstags zu uns trauen.

Das Fazit des Wochenende:

  • Wir hatten viel Spaß
  • Wir haben 6 neue Access-ler auf den Weg gebracht
  • Wir haben wieder etwas für einen guten Zweck* getan

* Die Überschüsse aus der Teilnehmer-Gebühr (15€/Person) spenden wir wie immer dem Ronald McDonald Haus am Kinderkrankenhaus Köln. Durch das schlechte Wetter, den guten Kaffee oder andere Gründe haben wir in diesem Jahr weniger Getränke benötigt als sonst und haben daher einen Überschuss von 141,02 erwirtschaftet

Hier noch eine Reihe Eindrücke von Bernd.

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