2014-04

Datum: 03.04.2014

Ort: „Graf Moltke“ / „Schnitzelkönig“, Stuttgart

Thema: Klassen und unser 175. Stammtisch

Teilnehmer: Thomas Möller, Ingmar Stauss, Reinhard Nottberg, Thomas Kowoll, Benrd Dutschmann, Emilia Maxim, Axel Schulz, Dirk Eberhard, Sylvia Häusler, Dagmar Lutz, Torsten Wichmann, Axel Trinkner, Uwe Krause, Björn Schober

Bericht: Thomas Möller

Auf diesen Stammtisch habe ich mich richtig gefreut. Die Woche war wirklich anstrengend. Was gibt es da schöneres, als einen Abend mit bekannten Gesichtern zu verbringen und über dies und das und über Access zu plaudern.
Als ich so gegen 18:30 „unser“ neues Lokal betrat war ich nicht der erste. Ingmar und Uwe waren schon da. Wenig später gesellte sich noch Reinhard dazu.

Ingmar war auf der Suche nach einem Modul mit den Definitionen der Konstanten für die Office-Programme. Ein solches Modul ist extrem hilfreich, wenn man in seiner Anwendung einen Verweis auf eines der Office-Programme hat und von Early-Binding auf Late-Binding umstellt. In einem solchen Fall sind die im Quellcode verwendeten Konstanten aus den Office-Programmen nicht mehr bekannt. Abhilfe schafft hier, die Konstanten selbst mit dem passenden Wert zu deklarieren. Bevor man das aber jedes mal macht, kann man sich ein Modul anlegen, in dem man alle diese Konstanten speichert. Wenn man jetzt noch jemanden findet, der sich diese Arbeit bereits gemacht hat, dann ist die Welt perfekt. Und genau das sucht Ingmar.
Ich erinnerte mich, dass Olaf Rabbachin genau die selbe Idee bereits umgesetzt hat. Das passende Modul findet man hier: http://www.resources.intuidev.com/#

Es war mittlerweile schon nach 19:00 Uhr und wir waren immer noch zu viert. Dies brachte eine kurze Diskussion auf, ob wir wohl alleine bleiben. Aus langjähriger Erfahrung wissen wir, dass der Stammtisch nie weniger als 5 Teilnehmer hatte. Und so sollte es auch dieses mal sein. Am Ende waren wir sogar 14 Teilnehmer – und das, obwohl es keinen Vortrag gab. 😉

Torsten hatte mich im Vorfeld angesprochen. Er ist mit der Aufgabe betraut, Vorschläge für das Refactoring seiner Access-Anwendungen zu unterbreiten. Er hat mittlerweile eine lange Liste mit Optimierungsmöglichkeiten zusammengestellt. Einige davon kamen mir sehr bekannt vor. 😉
Wenn es darum geht, den VBA-Code aufzuräumen und potentielle Fehlerquellen zu bereinigen kann ich nur immer wieder den TM VBA-Inspector empfehlen.

Am vorderen Ende des Tisches unterhielten wir uns lang über Schule und Ausbildung und die damit verbundenen Problemstellungen. Einige von uns sind in der Bildung tätig. Wir stellten gemeinsam fest, dass die Qualität der Absolventen immer weiter nachlässt. Was früher noch als gerade noch bestanden gewertet wurde wird heute – knapp 20 Jahre später – als gut angesehen. Die Frage, warum das so ist, konnten wir natürlich nicht klären. Für mich persönlich sind die Doppelstunden in der Schule ein Problem. Wenn 4 Mathe-Stunden am Donnerstag und Freitag unterrichtet werden und am Donnerstag grundsätzlich keine Hausaufgabe aufgegeben werden, dann beschäftigen sich die Schüler nur einmal in der Woche mit den Mathe-Hausaufgaben. Bei mir war es damals so, dass ich an vier von 5 Tagen Mathematikunterricht hatte und an vier von fünf Nachmittagen Hausaufgaben in Mathe gemacht habe. Es gab also ein laufende Beschäftigung mit dem Fach. Das ist heute nicht mehr so.

Als nächstes ging es um das Thema Programmierung von Klassen. Reinhard kam mit einer konkreten Problemstellung und fragte sich und uns, ob die Verwendung von Klassen in seiner Situation zur Steigerung der Performance beitragen kann. Prinzipiell ist es so, dass man durch die Erstellung einer Klassen die Wartbarkeit des Codes vereinfacht und diesen leichter verständlich macht. Geschwindigkeitsvorteile sind daraus aber nicht zu erwarten.
Reinhard zerlegt Texte aus einer Importdatei in ihre Bestandteile. Wann ein Bestandteil endet und wann damit der nächste anfängt ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Momentan funktioniert die Lösung, sie braucht aber relativ lang. Daher die Frage, wie man das beschleunigen kann. In diesem Fall der Einsatz von Regular Expressions hilfreich sein. Ich bin gespannt, welche Steigerung Reinhard nach der Umstellung seines Programms erreicht.

Es kam die Frage nach dem nächsten Stammtisch auf. Da dies der 174. Stammtisch war und wir den 175. Stammtisch am 17. Mai mit einem Event feiern stellt sich die Frage nicht weiter. Anfang Mai wird es keinen Stammtisch im „Graf Moltke“ geben. Statt dessen treffen wird uns alle am 17. Mai im Clubheim des Tauchclub Stuttgart.
Eine Einladung mit Details zum Programm geht in den nächsten Tagen per E-Mail raus.

Für unser Event haben ich bereits im letzten Herbst Unterstützung von Microsoft angefragt. Bisher haben wir leider noch keine konkrete Zusage für einen Referenten. Schade!
Wir haben uns von Microsoft einen Referenten zum Thema Programmierung von Apps gewünscht. Dabei geht es nicht um die letzten Feinheiten sondern vielmehr um die ersten Schritte. Welche Voraussetzungen brauche ich und wie geht das konkret.
Ich habe diesen Punkt kurz mit Dirk besprochen. Er deutete an, jemanden zu kennen, der vielleicht im Falle eines Falles diesen Part übernehmen kann. Mal schauen was draus wird. Eines weiß ich allerdings genau: Wir werden dieses Thema auf die Beine stellen. Sei es nun mit der Unterstützung von Microsoft oder eben ohne.

Die Reihen lichteten sich ab 22:00 zusehends. Gegen 22:30 habe ich mit Björn und Emilia den Stammtisch geschlossen. Für mich war es ein interessanter und entspannter Abend.

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