2016-09

Datum: 01.09.2016

Ort: Gaststätte Taverne Yol, Stuttgart

Thema: Manchmal kommt es anders …

Teilnehmer: Thomas Möller, Dirk Eberhardt, Björn Schober, Dagmar Lutz, Bernd Dutschmann, Thorsten Wichmann, Sylvia Häusler, Uwe Krause, Jürgen Neher, Thomas Kowoll, Johannes Laxander, Ulrich Klein

Bericht: Thomas Möller

Dieser Abend war ein schöner Abend – er verlieft jedoch ganz anders als gedacht. Aber der Reihe nach:


Bereits beim letzten Stammtisch hatte ich einen Vortrag zum Thema „Error-Handling“ angekündigt. Die Einladung dafür habe ich am Sonntag morgen online gestellt. Leider kam von Olli die Nachricht, dass er nicht zu Hause ist und keinen Zugriff auf den E-Mail Verteiler hat. Also abwarten. Als dann am Mittwoch immer noch kein E-Mail an den Verteiler verschickt worden war, habe ich selbst eine Nachricht an alle, deren E-Mail Adresse ich greifbar hatte, geschickt. Die Einladung kam also erst 24 stunden vor dem Event und damit relativ spät.

Olli und ich werden uns überlegen müssen, wie wir das besser organisiert bekommen.


Als ich dann Donnerstag Abend mit der Bahn unterwegs zum Lokal war, viel mir ein, dass ich vergessen hatte, mich um einen Beamer zu bemühen. Also schrieb ich auf dem Handy eine Nachricht an Dirk. Darüber habe ich dann glatt die Haltestelle verpasst und bin etwas zu weit gefahren. Was soll’s – Strafe muss sein. Also zu Fuß zurück zu Lokal.


Beim Lokal traft ich zeitgleich mit Dagmar ein. Wir haben fast die Tür eingerannt bis wir gemerkt haben, dass das Lokal geschlossen war. Unser Stammlokal, in dem wir seit mehr als 15 Jahren immer am ersten Donnerstag unseren Stammtisch abhalten hatte sich (kurzfristig) zu einer Woche Urlaub entschlossen. Dies sagte der Zettel, der an der Tür hing, aus. Was nun? Wo gehen wir hin? Dagmar kannte ein nettes Cafe nicht weit von hier. Wir hatten allerdings Pech. Donnerstags Ruhetag.


Dem mobilen Internet sein Dank fanden wir in der Taverne Yol schnell eine Alternative. Ein kurzer Anruf klärte, dass hier nicht auch Ruhetag ist. Doch wie schaffen wir es, alle Teilnehmer über diesen Ortswechsel zu informieren. Die Lösung lag in einem Zettel, den wir über die Schließungsnachricht unseres Stammlokals platzierten. Mit der bangen Hoffnung, dass uns der Rest der Teilnehmer dort hoffentlich findet, machten wir uns auf den Weg.


Bernd hatte sich in der Zwischenzeit zu uns gesellt. Und bereits nach wenigen Metern sammelten wir Thorsten ein. In der Taverne entschieden wir uns für das Nebenzimmer. Klein – aber gemütlich. So nach und nach trafen dann dort die Teilnehmer ein. Man hatte unsere Nachricht gelesen und uns gefunden. Schön! Am Ende waren wir mit 12 Teilnehmern ein gut besuchter Stammtisch.


Wir diskutierte, wie wir eine kurzfristige Kommunikation zwischen den Stammtisch-Teilnehmern aufbauen können. Der Ausfall unseres Stammlokals macht deutlich, dass wir so etwas brauchen. Schnell haben wir uns auf eine Whatsapp-Gruppe geeinigt. Die Gruppe war schnell „eingerichtet“. Doch wie fügt man Teilnehmer hinzu, wenn diese nicht als Kontakt vorhanden sind. Eine Frage, die spontan keiner der Anwesenden beantworten konnte. Es waren ein I-Phone, diverse Andoid-Handies und mehrere Windows-Phones am Start. Keiner hatte den perfekten Weg. So kamen wir zu der Erkenntnis, dass unsere Kinder diese Aufgabe wohl wesentlich schneller gelöst hätten.


An dieser Stelle ein Aufruf:

Wer in die Whatsapp Gruppe aufgenommen werden möchte, meldet sich bitte per E-Mail, damit wir ihn möglichst schnell hinzufügen können. Ich habe übrigens jeden Teilnehmer zum Admin gemacht. Jemanden zur Gruppe hinzufügen ist also kein Problem.


Leider hatte Dirk meine Nachricht erst erhalten, nachdem er bereits auf dem Weg nach Stuttgart war. Leider hatte er auch nicht – wie sonst so häufig – zufällig einen Beamer im Auto. Wir hatten also einen alternativen Raum gefunden aber ohne Beamer kein Vortrag. Thomas Kowoll ging den Wirt nach einem Beamer fragen. Seine Idee: Die übertragen hier bestimmt auch Fußball, dann haben die auch einen Beamer. Kurze Zeit später kam er Freude strahlend zurück: Ein Beamer ist vorhanden und wir dürfen ihn nutzen. Die Freude darüber dauerte jedoch nur kurz. Wenige Minuten später kam der Kellner und klärte uns auf. Der Beamer heißt WLAN. 😉 Also doch kein Vortrag.


Die Teilnehmer ließen sich die Stimmung nicht verderben. Die türkisch-mediterane Küche fand schnell ihre Freunde. Es muss nicht immer Schnitzel sein. 🙂 An den Tischen wurde viel erzählt und viel diskutiert. Thomas und Jürgen berichtete von ihren Erfahrungen, in einem SAP-Projekt berücksichtigt zu werden. Mit Dirk tauschte ich mich über die Vorbereitungen des Vortrags für die AEK aus. Danach sprachen wir über meine Probleme, eine ODBC-Verbindung zu einer Oracle-Datenbank aufzubauen. Am Nebentisch hatten sich Bernd und Johannes getroffen. Sie sprachen über ihr gemeinsames Projekt. Die Lösung, die sie entwickelt haben, wollen Sie uns bei einem der nächsten Stammtische vorstellen. Ich freu mich schon drauf.


Kurz nach 22 Uhr waren die meisten Teilnehmer gegangen. Mir lies mein verpasster Vortrag keine Ruhe. So fragte ich Dirk und Björn, ob sie noch etwas Zeit hätten, um sich mit mir die Folien anzuschauen. Für die beiden war das kein Problem. Schön, wenn man Freunde hat. Wir sprachen also die Folien durch. Am Ende blieb die Erkenntnis, dass der Vortrag mal wieder länger dauert als gedacht. Es bleib aber auch die Erkenntnis, dass das Niveau passt und jeder noch etwas lernen kann. Ich selbst habe für mich auch noch einige Hausaufgaben erkannt. Den Vortrag werde ich gerne zu einem Späteren Zeitpunkt vortragen.


So gegen 23:40 verließen wir das Lokal. Ich hatte Glück: Es kam gerade eine Bahn und ich erreichte meinen Zug nach Hause noch. So ging einer schöner Abend, der ganz anders verlaufen war als geplant, viel zu spät zu Ende.


NACHTRAG:

Am Samstag Nachmittag bekam ich eine SMS von unserem Stammlokal. Man hatte unsere Nachricht gesehen und sich entschuldigt.

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